Christusbund-Familienfreizeit 2026 in Oberstdorf mit Bibelauslegung Mose

Christusbund-Familienfreizeit 2026 in Oberstdorf mit Bibelauslegung Mose

Im Urlaub mit dem Württembergischen Christusbund im Haus Bergfrieden in Oberstdorf…

Bibelauslegung: Lehren aus dem Leben von Mose

Täglich von ca. 10-11 Uhr stellte Bernd Lutz uns Abschnitte aus dem Leben von Mose vor.

Bernd Lutz ist Geschäftsleiter von coworkers - einer Organisation mit dem Ansatz:

Gemeinsam mit christlichen Partnerorganisationen und lokalen Kirchen… weltweit Gemeinde bauen und Entwicklung fördnern. https://coworkers.de/ueber-uns/

Der Leitvers von coworkers “Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.” (1. Petrus 4,10) passte auch zu den Bibelauslegungen über Mose:

  • ein von Gott auserwähltes Werkzeug, geschaffen, geprägt, von Gott gebraucht
  • “Freund Gottes” (2. Mose 33,11)
  • ein Prophet (5. Mose 34,10)
  • starb “fit” (5. Mose 34,7)

Die Themen aus dem Leben des Mose:

  • Prägung: 2. Mose 2,1-10
  • Gehorsam und Vertrauen: 2. Mose 2,11-15
  • Not und Streit: 2. Mose 17,1-7
  • Gebet und Kampf: 2. Mose 17,8-16
  • Leiden: 4. Mose 11,1-35
  • Konflikte: 4. Mose 12,1-16
  • Lehren und Erinnern: 5. Mose 1+5+8
  • Abgeben und Loslassen: 5. Mose 31+34

Prägung: 2. Mose 2,1-10

  • ein “Kästchen” aus Schilfrohr: gleiches Wort wie bei der Arche Noah - bietet Schutz
  • zu dem Kästchen kommt es nur durch…
    • Liebe
    • Mut
    • Risikobereitschaft
    • Handwerkskunst
    • Gottvertrauen (Nil - Krokodile?! Zumindest am Nil in Uganda)
  • Welche Ironie:
    • für die Ägypter ist der Nil eigentlich ein Zeichen des Lebens
    • doch der Pharao lässt die Kinder im Nil ertränken
    • Mose wird am Nil gerettet
    • der Pharao gibt den Auftrag, die Jungen umzubringen
      • seine Tochter gibt den Auftrag, diesen einen Jungen zu versorgen!
    • Teil 1 von Moses Prägung:
      • “bis Mose groß geworden war”, wurde er geprägt in seiner Familie
      • 3-5 Jahre?
      • Wir dürfen Kinder zum Guten prägen - die ersten Jahre nicht verplempern!
      • Hanna prägte Samuel
      • seine Großmutter und seine Mutter prägten Timotheus
    • Jochebed bringt ihren Jungen zur Tochter des Pharao: Gehorsam und Vertrauen
      • wir können unsere Kinder nicht vor allem bewahren
    • Teil 2 von Moses Prägung:
      • “unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter” (Apg. 7,22)
      • eine Führungskraft wird vorbereitet
      • sie bilden den Leiter aus, der dem Pharao seine Arbeitskräfte wegnehmen wird
    • Gott hat für dies alles gesorgt - was war schon Moses Beitrag?
    • Gott bringt die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt zusammen.
    • Gott gebraucht viele Personen, um einen Mitarbeiter zu prägen.
    • Gott hat einen Plan, auch wenn er erst Jahre später sichtbar wird.
      • “Ich bin mir nicht sicher, warum dieser Baustein in meinem Leben ist, aber ich möchte dir vertrauen.”

Gehorsam und Vertrauen: 2. Mose 2,11-15

  • Gut: Mose sieht das Unrecht an seinen Brüdern.
    • Nehmen wir Unrecht wahr?
  • Mose gehorcht seinem Sinn für Gerechtigkeit,
    • weiß aber, dass es Unrecht ist (sieht sich um - dass ihn niemand sieht).
    • Was tun wir, wenn uns (vermeintlich) keiner sieht?
    • Jesus sieht uns. Das ist gut!
  • Mose wird mit seiner Schuld konfrontiert.
    • Wie reagieren wir?
    • Wohin gehen wir mit unseser Schuld?
  • Auch die Eliteausbildung verhindert Fehler nicht - führt in die Wüste.
  • Persönliche “Wüstenzeiten” können Reifezeiten sein (in der Wüste: Johannes, Jesus, Paulus).
  • 40 Jahre in der Wüste als Seminar zur Charakterprägung!
  • Mose als Hirte:
    • pflegt die einzelnen Tiere
    • hält die Herde zusammen
    • hat das Ziel vor Augen
    • übernimmt die Führung
    • führt zu Weideplätzen
  • Nach 10 Jahren in der Wüste: rechnete er damit, dass noch eine neue Aufgabe kommt?
  • Wie sehen wir unser Leben?
    • Verschwendete Zeit?
    • Vorbereitungszeit?
  • Gott hat für jedes Lebensalter eine Aufgabe
  • Mose: der Auftrag Gottes kommt im Alltagstrott
  • Brennender Dornbusch: Gott zeigt seine Allmacht
  • Gott wird aktiv!
  • Mose zweifelt: “wer bin ich?” - er steht in Ägypten auf der Fahndungsliste.
  • Gott wirbt um Moses Vertrauen.
  • Mose will nicht: “Ach Herr!”, “Ach nee…”, “Sende doch, wen du willst”.
  • Er merkt nicht, dass Gott ihn senden will.
  • Er kommt nicht durch zu “dein Wille geschehe”.

Not und Streit: 2. Mose 17,1-7

  • Aufbrechen (Vers 1)
  • Zuerst war ihnen zum Loben zumute (2. Mose 15,1)
  • Dann fanden sie bitteres Wasser und murrten
  • Wo bleibt die Erinnerung, wie Gott sie früher versorgt hat?
  • Psalm 103: “Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat”!
  • Wenn uns etwas fehlt, zeigt sich, wie wir reagieren
  • Die Israeliten streiten, erinnern sich nicht an das Schlimme in Ägypten
  • Aufbegehren (Verse 2+3)
  • Mose hört zu und bleibt sachlich, er stellt Gegenfragen:
  • “Was streitet ihr mit mir?”, er lenkt den Blick auf Gott
    • Gott hat das Sorgerecht für uns.
    • Trifft äußere Not auf inneren Glauben?
  • Aufsehen (Verse 4-6)
  • Mose schrie (!) zum Herrn
  • Er klagt seinen Frust und die Angst um sein Leben
  • Er hört Gott zu!
  • Selbst wenn unser Gebet nur bis zur Decke geht - Gott hört es!
  • Mose sollte auf den Felsen schlagen, also Schritte im Vertrauen auf Gott gehen.
  • Für uns ist Jesus der Fels, aus dem lebendiges Wasser kommt (1. Kor. 10,1-4; Joh. 7,37-38; 1. Kor. 10,13).

Gebet und Kampf: 2. Mose 17,8-16

(haben wir leider verpasst)

Leiden: 4. Mose 11,1-35

  • Der Abschnitt zeigt verschiedene Arten des Leidens.
  • Ursache des Leidens: unbekannt
  • das Volk liegt Gott in den Ohren
  • aber sie sollten sich an Mose und die Priester als Mittler wenden
  • die Ursache scheint nicht wichtig, sondern das Wie
  • Gott wurde zornig, und er erhört den Mittler (Mose)
  • Wir heute dürfen Gott direkt in den Ohren liegen, Jesus ist unser Mittler!
  • Leiden durch Vergleichen (Verse 4-10)
  • die Israeliten verglichen ihre Nahrung mit der in Ägypten (Fleisch)
  • Sagen wir: “früher war alles besser”?
  • Oder vergleichen Essen, Familie, Arbeit, Gemeinde, Mitarbeit…?
  • Zu welcher Gruppe gehörst du: Dauernörgler oder Ermutiger?
  • Leiden unter der Last der Verantwortung (Verse 11-15)
  • Mose klagt Gott seine Not
  • Nicht fragen “warum?”, sondern “wozu?”
  • Doch: damit ist man im Leid oft überfordert
  • Wir dürfen andere um Hilfe bitten, dass sie unser Leiden vor Gott tragen
  • Leiden reduzieren - die Last verteilen (Verse 16-17)
  • So reagiert Gott: Mose bekommt 70 Helfer
  • Wir dürfen Verantwortung an fähige Leute weitergeben
  • Mose erkennt ihre Leiterfähigkeiten, Gott setzt sie offiziell ein
  • Leiden reduzieren - Gott versorgt (Verse 18-25)
  • “Heiligt euch” - sich vorbereiten, reinigen
  • Mose geht strukturiert vor: er rechnet - und zweifelt
    • Ähnlich bei Jesus: 5 Brote und 2 Fische sollen reichen?
  • “Ist die Hand des Herrn zu kurz?”
    • Gott wirbt um unser Vertrauen.
    • Wie haben wir ihn denn bisher erlebt?
    • Mose muss den Vertrauensschritt wagen, wenn er vor das Volk tritt.
  • Leiden trotz erfüllter Wünsche (Verse 31-35)
  • Versorgung im Überfluss - wie bei Jesus. Sogar Wind und Wellen gehorchten ihm.
  • Betrifft mich eines dieser Leiden?
    • Welche Lösung sehe ich bei Mose?

Konflikte: 4. Mose 12,1-16

  • In Moses Leben scheint Konflikt der Normalfall.
  • Vorsicht Falle (Verse 1-3)
  • die Geschwister als Leitungsteam:
    • Mose: der Freund Gottes und Prophet
    • Aaron: der Hohepriester
    • Miriam: Prophetin und Sängerin (2. Mose 15,20)
  • Aaron und Miriam reden schlecht über Mose wegen seiner nichtjüdischen Frau
  • die wahre Ursache eines Konflikts kann tiefer liegen
    • z.B. falsches Wort, nicht vergeben
    • Bei Mose: Neid über Mose als bevorzugte Ansprechperson Gottes?
  • Es lohnt sich, alle Seiten zu hören!
  • “Der Herr hörte es” - er kennt die wahre Ursache des Konflikts
  • “Mose war sehr demütig” - er lässt die Sache bei Gott und wartet
  • 1. Petrus 5,6-7: alle Sorgen auf Gott werfen ist ein Ausdruck von Demut.
  • Fürchte dich nicht (Verse 4-10)
  • Gott ruft alle drei in seine Gegenwart
    • alle drei gehorchen
  • Rat: gemeinsam beten - in die Gegenwart Gottes kommen
    • manchmal ist eine Seite dafür noch nicht bereit
    • dafür beten!
  • Gott tadelt sie
  • Gott wird zornig und geht
    • vgl. David betet, dass der Herr sein Angesicht nicht von uns wende
    • seit Jesus gilt: Gott geht nicht weg!
  • Nur Miriam wird sichtbar bestraft.
  • Gemeinsam weiter (Verse 11-16)
  • Als Christen sollten wir mit Gottes Hilfe gemeinsam Konflikte lösen.
  • Aaron akzeptiert die Sonderstellung Moses: “Ach mein Herr”
  • oft gehört zur Lösung eines Konfliktes: Schuld eingestehen, Vergebung
  • es gibt keine Abkürzung für Familienangehörige:
    • Gott besteht auf dem normalen Ablauf bei Heilung vom Aussatz,
    • auch wenn es das ganze Volk eine Woche aufhält.

Lehren und Erinnern: 5. Mose 1+5+8

  • Das 5. Buch Mose - eine Erinnerung an das, was die Israeliten eigentlich schon wissen mussten.
  • Wider das Vergessen - wie auch Psalm 103 sagt: “Vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat”.
  • Obwohl es keine große Entfernung zurücklegen musste, ließ Gott das Volk Israel 40 Jahre wandern: er wollte ihnen etwas beibringen.
  • In der ganzen Zeit redete Mose, was der Herr ihm aufgetragen hatte: Treue im Dienst!
  • Mose erinnert sie an die Anfänge.
  • Ein gutes Prinzip, etwa bei einem Jubiläum: erzählen, “wie es dazu kam” - was Gott getan hat.
  • “Der Bund gilt uns” (5. Mose 5,3): Gott will eine persönliche Beziehung mit jedem Einzelnen!
  • Die Wüstenzeit zeigt, was im Herzen ist, und lehrt Demut.

Abgeben und Loslassen: 5. Mose 31+34

  • Abgeben: 5. Mose 31,1-8
  • Mose akzeptiert, dass er nicht ins Gelobte Land darf.
  • Aber keine Panik: “Gott selber zieht mit euch weiter”, das heißt:
  • “Gott ist die Konstante”!
  • “Best practise” für Leiterwechsel:
    • Mose setzt Josua, den neuen Leiter, vor aller Augen und Ohren ein, ermutigt ihn, erinnert an Gottes Versprechen und erteilt ihm die Handlungsvollmacht.
    • Also: Nachfolger rechtzeitig suchen, begleiten und einarbeiten, berufen, öffentlich einsetzen!
  • Loslassen: 5. Mose 34,1-13
  • Mose geht die letzte Strecke allein mit Gott.
  • Bemerkenswert: Mose lässt den unvollendeten Auftrag los.
  • Gottes Taten durch Mose sind bis heute bekannt.
  • Hebr. 13,7: “Ihr Ende schaut an, und folgt dem Beispiel ihres Glaubens.”

Fotos

(Tipp beim Betrachten am PC: Klick auf ein Bild zeigt eine vergrößerte Version)

Es begann mit der Wanderung vom Haus Bergfrieden zur Zwischenstation der Nebelhornbahn.

Dort entschlossen sich die beiden andern (Knieprobleme? Mal schauen…), doch mit zum Gipfel zu wandern.

Auch schwere Lastwagen fuhren den steilen Weg mit engen Kehren hoch zur Bergstation der Bahn. Mit dem Smartphone gemessen: 20 ° Steigung! Was ist das in Prozent? Wie rechnet man das… wer erinnert sich an die Schule? Tangens? Dann sind es 38 %, also “1 m rüber, 38 cm hoch”!

Vom Gipfel zu Fuß zurück zur Bergstation. Vielleicht noch zum Seealpsee?

Schließlich sind wir unterwegs, vorbei am Seealpsee, zum Abstieg Richtung Oytal:

Beim Seealpsee vor dem Abstieg über den Gleitweg ins Oytal

Beim Seealpsee vor dem Abstieg über den Gleitweg ins Oytal

Diesmal geht’s zügig, aber nicht mit Joggen - ich erinnere mich an die Wanderung auf der Freizeit 2017.

Beim grandiosen Abstieg kommt mir das Lied in den Sinn: “Wie groß ist mein Gott, kein andrer wie ER!”

Nachmittags kommt der Regen, das erklärt die grünen Wiesen. Alles leuchtet in der Abendsonne:

Rote Balkonblumen und saftig grüne Allgäuwiesen!

Rote Balkonblumen und saftig grüne Allgäuwiesen!

Am letzten Tag haben wir viel vor - Start auf dem Fellhorn. Auf dem Weg rüber zur Kanzelwand sind sehr viele Leute unterwegs!

Auf dem Fellhorn - zur Kanzelwand 1 Stunde

Auf dem Fellhorn - zur Kanzelwand 1 Stunde

Aber es dauert, bis wir die Kanzelwandbahn erreichen! Auf der Terrasse:

Helmut und Angelika vor der Kuhgehrenspitze

Helmut und Angelika vor der Kuhgehrenspitze

Herrliches Licht und Aussicht:

Auf der Terrasse der Kanzelwandbahn

Auf der Terrasse der Kanzelwandbahn

Oh, es ist schon spät! Auf dem Weg zurück zur Fellhornbahn sehen wir kaum Leute. Stimmt da was nicht? Sind wir zu spät? Wir beeilen uns lieber mal…

Blick von der Kanzelwandbahn zum Fellhorn

Blick von der Kanzelwandbahn zum Fellhorn

Unterwegs gibt es schöne Ausblicke ins Kleinwalsertal:

Blick ins Kleinwalsertal

Blick ins Kleinwalsertal

Gott sei Lob und Dank, die vorletzte Bahn am Fellhorn fährt uns - schon voll - vor der Nase weg, aber mit der letzten kommen wir ins Tal, und gleich weiter mit dem Omnibus.

Am Abreisetag fahren wir nochmal mit der Söllereckbahn hoch und gehen zur Sölleralpe. Prima Käse gibt es dort, und unterwegs:

Schmetterling

Schmetterling

… da waren diese E-Bike-Fahrer, die auf halber Strecke umdrehten, weil sie nicht merkten, dass das Weidetor einfach zu öffnen ist. Schade aber!

Abschied vom Urlaub in Oberstdorf:

Auf dem Weg zur Sölleralpe

Auf dem Weg zur Sölleralpe

Ja, wirklich:

Wie groß ist mein Gott, kein andrer wie er.
Sein Name so hoch, nur er ist der Herr.

Er teilte die Fluten im roten Meer
und hat heute noch dieselbe Kraft,
nichts ist ihm zu schwer.